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Neuburger Kammeroper e.V. Spielszene
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Pressestimmen zur Produktion 2006:

Der Kampf der Geschlechter

Zur Oper „DER KAMPF DER GESCHLECHTER“ – Neuburger Kammeroper 2006
Ausschnitte aus der Berichterstattung über die Vorstellung

Neuburg ... eine Kleinstadt mit den Events einer etablierten Kulturstadt: am Donaukai ein Pop-Festival, im Schloss-Innenhof eine Nabucco-Aufführung und im historischen Stadttheater – klein, aber fein – die Neuburger Kammeroper. ... Der „Kampf der Geschlechter“ changiert zwischen Singspiel, opera buffa, persiflierter opera seria und verweist auf die spätere roman-tische Oper. Der unverwüstliche Horst Vladar inszeniert stil- und ortsgerecht ein Theater der Ursprünglichkeit, präsentiert authentisches „Volkstheater“ im Schikaneder-Stil auf kleiner Bühne in einem atmosphärisch-dichten historischen Theaterraum. Vladar setzt auf komische Solo- und Ensemble-Effekte, die in ihrer Präsentation die „großen“ Vorbilder respektvoll karikieren: die Finali, die Diven, die komischen Figuren à la Mozart: alles kunstvoll-gekonnt, ohne distanzierte Attitüde.
Das Kammeroper-Ensemble vertritt die Konzeption mit sympathischer Kompetenz. ... Im intimen Theater sitzt ein gemischtes Publikum: die einheimisch-kundigen Freunde „ihrer“ Kammeroper, die angereist-kundig Versessenen auf neue Musik-Erlebnisse. Sie alle sind ausgezeichnet bedient, folgen enthusiasmiert und feiern alle Beteiligten. Eine beglückende Atmosphäre – wären da nicht die permanent blitzenden Digital-Kamerea-Probierer, ignorante Rechte-Verletzer und Atmosphären-Störer: man sollte sie drakonisch eliminieren! (frs)

Aus: www.opernnetz.de (August 2006)

 

Eine gekonnte Regie und gute sängerische Leistungen und nicht zuletzt die unvergleichliche Atmosphäre des Neuburger Theaters (Balsam auf die Seelen derer, die Ingolstadts zwar architektonisch preisgekrönten, aber von Funktionalität und kühlem Sichtbeton geprägten Musentempel einmal entfliehen möchten) garantieren einen unterhaltsamen und romantischen Abend.

Aus: Espresso (Ingolstadt) Ende Juli 2006

 

Wie schon viele Jahre waren die vertrauten Protagonisten wieder auf ihren Posten, um die jährliche Produktion einer vergessenen kleinen Perle aus dem Opernschaffen zu besorgen. Der Chor der Neuburger Kammeroper und das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München werden aufs Neue mit nötigem Schwung und Dynamik von Alois Rottenaicher geleitet. Während bei den meisten Opernhäusern seit vielen Jahren die Regie Unheil stiftet, durften wir wieder eine farbige und saubere Regie von Horst Vladar genießen.   ......   Es war wieder ein angenehmer Abend in Neuburg an der Donau trotz der tropischen Temperaturen, die Europa in diesem Jahr kannte. – Und nun warten wir darauf, was uns die Neuburger Kammeroper im folgenden Jahr bieten wird. W.V.

Aus: http://users.skynet.be/operagazet/artikels1/de/neuburg.htm (Belgische Internetzeitung - original in Flämisch, hier übersetzt)

 

Hätte Mozart seine Werke patentieren lassen, hätte Kollege Peter von Winter alt ausgesehen. Denn aus Wolferls Erfolgsrezepten zusammengebraut scheint Winters „Kampf der Geschlechter“, der jetzt nach über 200-jährigem Schlaf von der Neuburger Kammeroper mit zweifelhaftem Erfolg reanimiert wurde. .... In Neuburg sangen die Sänger stützfrei volle Kraft voraus und hatten mit manchen Höhen und Tiefen ihrer sperrig eingedeutschten Partien zu kämpfen. ..... Dass dieses Geschlechterduell dennoch zum Erfolg geriet, dankte es der vergnüglichen Regie Horst Vladars, die ihre Figuren inmitten Ulrich Hüstebecks bunter Paravant-Kulisse mit burlesker Komik führte. (skn)

Aus: Augsburger Allgemeine Zeitung (24.07.06)

 

... Vladar verstand es glänzend, einerseits das Textbuch pfiffig und gewitzt für heutige Zeiten angemessen einzurichten, andererseits in seiner Inszenierung die Balance zu halten zwischen dramatischen und lyrischen Elementen und zwischen ironischer Distanz und emotionaler Einfühlung. So gelingt der Kammeroper eine temporeiche, von der Spielfreude des Ensembles und den diesmal praktisch permanent präsenten und geforderten Chören getragene Wiedergabe, die szenisch wie musikalisch zu begeistern weiß. – Peter von Winters erstaunlich variable Handhabung der Arien, sein versierter Umgang mit den verschiedensten Ensemblebesetzungen und seine überaus vielseitige, originale und ausgereifte Instrumentierung können so, nicht zuletzt Dank des ausgefeilten und schwungvollen Spiels der Mitglieder des Akademischen Orchesterverbandes München unter der Leitung von Alois Rottenaicher prächtig zur Geltung kommen. Das Bühnenbild von Ulrich Hüstebeck schafft es vortrefflich, den meist sehr personalintensiven Auftritten Raum und Stimmung zu geben, wobei die kleine Bühne ungeahnte Weiten und Tiefen gewinnt.  .....  Allen voran das Damentrio gilt es zu preisen ... Antonietta Jana besteht ihre Bravourarien glanzvoll, ist präsent und prägnant. Uta Wittekind .... mit sympathischer Ausstrahlung und überzeugender stimmlicher Sicherheit, während Yvonne Steiner als quirlige Gärtnerin mit Charme und leichtem, aber ausdrucksvollem Sopran eine mitreißende Darstellung gelingt. (Heinz Zettel)

(Donaukurier Ingolstadt) 24.07.06

 

Komponist der äußerst reizvollen Partitur, die im Stadttheater von Neuburg an der Donau jetzt nach über 200 Jahren dem Archivschlaf entrissen wurde, ist der spätere Münchner Hofkapell-meister Peter von Winter, den Carl Maria von Weber einst einen „bedeutenden Musiker“ genannt hat. Klangtypisches der Wiener Klassik mischt sich in seinem Werk mit Vorahnungen der deutschen romantischen Oper, Satire und Persiflage wechseln mit schlichter melodischer Natürlichkeit oder großer Gesangsallüre ab. Hier vermag ein Komponist vielfältige Saiten zum Klingen und Schwingen zu bringen.
Horst Vladar weiß in seiner Inszenierung Chor und Solisten routiniert zu führen und tritt selbst in der Schlüsselrolle des Auguren auf, der die beiden ausgedehnten Finalensembles des Werkes dominiert. Daneben gefallen Antonietta Jana als Fürstin Mara mit sicherer Beherrschung der extrem anspruchsvollen Koloraturen, Michael Hoffmann als papagenohafter Bauer Kukuában sowie – in einer kleineren Rolle – Tye. M. Thomas als Adjutant Kagura mit beeindruckend schwarzem Bass. Das Orchester, seit 1994 von Alois Rottenaicher geleitet, bringt die differenzierten Töne der Partitur ansprechend zur Wirkung, so dass wieder einmal von einem lohnenden Abend zu berichten ist. (Gerhart Asche)

Aus: Weserkurier – Bremen (30. Juli 2006) und OPERNWELT (Berlin)

 

Als versierter Dirigent, der die Mitglieder des Akademischen Orchesterverbandes München kompetent durch die kontrastreich instrumentierte Partitur zu leiten weiß, erweist sich einmal mehr Alois Rottenaicher. Wie schon fast selbstverständlich führt Horst Vladar sein engagiertes Ensemble mit leichter Hand durch die turbulente Handlung und spart dabei, unterstützt von den Phantasiebühnenbildern Ulrich Hüstebecks, nicht mit szenischem Witz. Angesichts der Schwierigkeiten ihrer Partien, die großen Stimmumfang und Koloraturversiertheit erfordern, behauptet sich das heroische Paar Antonietta Jana und Baram Gandje mit respektabler Souveränität. Die buffonesken Elemente sind bei der frisch singenden und spielenden Yvonne Steiner und dem agilen Michael Hoffmann bestens aufgehoben. Die kleine Rolle des Adjutanten Kagura wertet Tye. M. Thomas durch einen markanten Bassbariton und starke Bühnenpräsenz auf. (Karin Coper)

Aus: Orpheus (Opernmagazin) Berlin

Bilder der Aufführung

 
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