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Pressestimmen zur Produktion 2004:
Der geraubte Eimer (La secchia rapita)
Satirische Oper in zwei Akten von Angelo Anelli (1761 - 1820)
Musik von Niccolo Antonio Zingarelli (1752 - 1837)
"Nach der letztjährigen überaus gelungenen Wiederaufführung von Joseph Weigls entzückendem Bühnenwerk "L' amor
marinaro" hat sich der nimmermüde musikalische Schatzgräber Horst Vladar 2004 der Oper LA SECCHIA RAPITA von Niccolo Zingarelli
angenommen. ..... Auch wenn das Werk für heutige Ohren wenig originell klingen mag, ist es inhaltlich so reizvoll, dass sich die
Ausgrabung durchaus lohnt. Zumal es Horst Vladar ... wieder geschafft hat, eine launige, liebenswerte Inszenierung auf die Bretter 'seines'
Neuburger Stadttheaters zu stellen. .... Dass die Musik nicht zu kurz kommt, dafür sorgen die frisch aufspielenden Mitwirkenden des
Orchesters des Akademischen Orchesterverbandes München und der homogen intonierende Chor unter der engagierten Leitung von Alois
Rottenaicher - und natürlich das eingespielte Neuburger Ensemble. ..... Im nächsten Jahr feiert Neuburg den 500. Geburtstag.
Man kann gespannt sein, welches Kleinod Horst Vladar dann zu Tage bringt. Einen Besuch dürfte es allemal wert sein."
(Karin Coper in: ORPHEUS Nov./Dez. 2004 – Berlin)
„ .... ein Lehrstück in Sachen neapolitanischen Opernstils, und ein höchst unterhaltsames dazu. ...... wie überhaupt
die achtköpfige Ensembleliste eine homogene Qualität aufweist ..... Was sich hier – so konstatiert man – auch
in diesem Sommer wieder abspielt, ist junges, pulsierendes, lebendiges Musiktheater. In die Jahre gekommen ist die Neuburger
Kammeroper nur, was die Zahl der mittlerweile bewältigten Produktionen angeht.“
(Gerhart Asche in „opernwelt“ 9/10 2004)
„In Vladars Inszenierung .... hängt denn auch der begehrte Kübel weithin sichtbar von der Decke: Mahnendes Menetekel über
dem weiteren Geschehen. Und was für ein Geschehen: Eimerraub, Mädchenentführung, Liebeshändel, Zweikämpfe,
Happy End entwickeln sich um den wichtigtuerischen Bürgermeister von Modena (eine Paraderolle für den umjubelten Bariton
John Sweeney), seine Tochter (stimmstark: Antonietta Jana), ihre Zofe (handfest: Ursula Maxhofer-Schiele), ihren nur scheinbar
mutigen Verehrer (komisch: Michael Hoffmann), dessen erfolgreicherem Konkurrenten (dito Elmar Goebel), dem wahren Eimerhelden
Tancredi (strahlend im Tenor: Matthias Heubusch) und dessen gleich mitgeraubter Bologneserin (temperamentvoll spielend, leichtfüßig
singend: Ulrike Jöris). Reizende Regieeinfälle gibt’s um dieses Stammensemble – wunderbar etwa das Entsetzen
der geraubten Costanza inmitten der verliebten Räuber bei drohender Befreiung, der Zweikampf des Bürgermeisters mit
dem feigen Helden auf klapprigen Rössern aus der Werkstatt von Bühnenbildner Ulrich Hüstebeck oder der Auftritt
der lateinisch singenden, entsprechend missverstandenen Abordnung aus Bologna. Letzteres gehört schon zu den Massenszenen,
die knapp 30 Mitglieder allerlei Neuburger Chöre stemmen und darstellerisch wie musikalisch – Alois Rottenaicher führt
gewohnt souverän Solisten, Chor und das gleichstarke Kammeroper-Orchester durch das Werk – zu den Highlights der netten
Inszenierung zählen.
(Karin Derstroff in „Donaukurier Ingolstadt – 27.07.04)
„Seit Horst Vladar 1969 die Neuburger Kammeroper gründete, ist er Leiter, Regisseur, Sänger, Übersetzer,
Bearbeiter und Herausgeber. Unserer Meinung nach verdient dieser aktive und freundliche Mann nun schon ein Denkmal im schönen
Neuburg an der Donau. Wie in den vorausgegangenen Jahren war die musikalische Leitung Alois Rottenaicher, dem Chef des 1890 aufgebauten
Orchesters des akademischen Orchesterverbandes, anvertraut.
Szenisch lief alles sehr flott mit einfachen, doch praktischen Bühnenbildern von Ulrich Hüstebeck und in einer pfiffigen
Regie von Horst Vladar. Um gewiss niemandem Unrecht zu tun, vermelden wir gerne die solistisch Mitwirkenden: den Bassisten John
Sweeney als Lorenzo, den schönen Sopran Antonietta Jana als Rossana, den Mezzo Ursula T. Maxhofer-Schiele - nicht auf den
Mund gefallen als Kammerzofe Marietta, den wohl etwas zu leichten Bariton Michael Hoffmann als Graf Boccagrossa (ein erlesener
Name für einen Politiker), den ebenfalls etwas zu leichten Tenor Matthias Heubusch als Tancredi, den Bassisten Horst Vladar
als Dr. Finto, die schon seit Jahren mitwirkende Ulrike Johanna Jöris als Costanza und den urkomischen Tenor Elmar Goebel
als Goffredo.
Der lang anhaltende Applaus belohnte alle Ausführenden für dieses sicher zu Unrecht vergessene Juwelchen. Mit welcher
Ausgrabung wird uns die Neuburger Kammeroper im nächsten Jahr wieder verwöhnen?“
W. V. (Veröffentlicht am 31.07.2004 – hier aus dem Flämischen übersetzt – im Internet-Magazin
OPERA GAZET )
„Historische Oper, das ist in Neuburg eine höchst lebendige, fast immer auch amüsante Angelegenheit, die seit
langem ihr eingeschworenes Publikum findet. .... „Der geraubte Eimer“ ist ein Lehrstück in Sachen neapolitanischen
Opernstils, und ein höchst unterhaltsames dazu. ...... Zingarelli hatte eine ausgesprochene Ader für Komödiensituationen,
und so kann sein „La secchia rapita“ als ein Musterbeispiel der frühen satirischen Oper gelten. Mittelpunkt
des Geschehens ist der großsprecherische Modeneser Bürgermeister Lorenzo, eine Vorwegnahme des Lortzing’schen
van Bett und eine Paraderolle für einen Bassisten. Neuburg kann sie mit dem wunderbar schusseligen, fast spitzwegisch daherkommenden österreichisch-amerikanischen
John Sweeney prächtig besetzen, wie überhaupt die achtköpfige Ensembleliste eine homogene Qualität aufweist – seien
es die beiden stilsicheren Sopranistinnen Antonietta Jana und Ulrike Johanna Jöris, der frische Tenor von Matthias Heubusch,
der spielfreudige Buffo-Bariton Michael Hoffmann oder die gepflegt intonierende Spielaltistin Ursula T. Maxhofer-Schiele. Sie
und die Übrigen werden von Mitspieler und Regisseur Horst Vladar zu munterem Bühnentreiben angehalten. ..... Was sich
hier – so konstatiert man – auch in diesem Sommer wieder abspielt, ist junges, pulsierendes, lebendiges Musiktheater.
In die Jahre gekommen ist die Neuburger Kammeroper nur, was die Zahl der mittlerweile bewältigten Produktionen angeht.“
(Gerhart Asche in „opernwelt“ 9/10 2004)
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