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1999
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Johann Joseph Rösler -
Antoni nach Pierre Chamblain de Marivaux
Das Spiel von Liebe und Zufall (Le due burle - 1812)
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Der zu seiner Zeit hochgelobte Rösler
war der Kapellmeister des Fürsten Fr.J.M. von Lobkowitz.Die
Oper fand in Neuburg begeisterte Aufnahme. Sie wurde als echte
Entdeckung gefeiert, deren "Umsetzung auf die Bühne hervorragend
gelungen ist".
In der "vorzüglichen Bearbeitung und Einrichtung von Annette
und Horst Vladar" kam es zu einem "mitreißendem Opernabend,
bei dem einfach alles stimmte" (Donaukurier Ingolstadt) Gerühmt
wird die Musik Röslers, "die in vielem an Mozart und Haydn
erinnert, musikalischen Schwung, melodischen Charme und eine
abwechslugsreiche Instrumentierung hat", aber ebenso "das
spielfreudige, stimmlich sehr überzeugende und geschlossen
agierende Ensemble".
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1998
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Conradin Kreutzer -
G. Fr. Treitschke nach J. Fr. Jünger und H.-A. Martelly
Die beiden Figaro (1840)
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C. Kreutzer ist einer der Hauptvertreter
des deutschen musikalischen Biedermeier. Von seinen Werken
haben sich leider neben einigen Liedern und Kammermusiken
nur die Bühnenmusik zum "Verschwender" (Raimund) und immer
seltener "Das Nachtlager von Granada" gehalten. Melodische
Einfälle und Instrumentationskunst zeigen ihn als Meister.
"Die beiden Figaro" sind eine Fortsetzung von "Die Hochzeit
des Figaro". Pressestimmen: "Eine mitreißende Jubiläumsproduktion.
Kreutzer hat eine ansprechende, hochwertige Musik ge- schrieben,
die durch feine Details und farbige Instrumentierung aufhorchen
läßt. Spielfreudig, temporeich und intensiv wurde die Geschichte
vom trefflichen Ensemble unter Horst Vladars Regie auf die
Bühne gebracht.
(Donaukurier, 29.7.98)
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1997
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J. S. Mayr - L. Buonavoglio
Von Gasthof zu Gasthof
(Di locanda in locanda e sempre in sala - 1805)
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Der in der Nähe von Ingolstadt geborene
J. S. Mayr war zu seiner Zeit einer der begehrtesten Opernkomponisten
Italiens. Seine Bedeutung liegt vor allem in der Verfeinerung
der Instrumentation und der Steigerung des musikali- schen
Ausdrucks, wodurch er die Opernentwicklung Italiens entscheidend
beeinflußte.
Er war der Lehrer Donizettis. Pressestimmen: "Mayr .... verblüfft
in seinem 1805 in Venedig herausgebrachtem Buffo-Werkchen
mit tatsäch- lich ungewöhnlicher Klangsprache. Wie er mit
dem Fagott etwa den blasierten Erstauftritt des Enrico anklingen
läßt, die tolle Gewitterszene durch tremoli und Kontraste
schildert, ist voller Atmosphäre. ... Ebenso hat das Buch
bemerkenswerte Kontur."
(Augsburger Allgemeine, 21.7.97)
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1996
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N. Isouard - Ch.-G. Etienne Wer für
wen? (L'une pour l'autre - 1816)
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Der heute völlig vergessene Isouard -
einst Freund und Rivale Boieldieus - war eine der führenden
Komponisten- persönlichkeiten des frühen 18. Jhd. in Frankreich,
bis sein Ruhm gegen den des aus Rußland heimgekehrten Boieldieu
verblaßte. Seine Werke zeigen Eigenständigkeit und viele seiner
Melodien sind in Frankreich bekannt geblieben.
Pressestimmen: "Isouard erweist sich als ein ebenso feinsinnig
arbeitender wie in der Erfindung origineller Kom- ponist,
der in Hinblick auf Stimmen- und Orchesterbehandlung seinem
von der Musikgeschichte als würdiger be- fundenen Pariser
Konkurrenten Boieldieu durchaus das Wasser reichen konnte
und diesem durch die Zusammen- arbeit mit dem Librettisten
Charles-Guillaume Etienne in puncto Bühnensicherheit vielleicht
sogar ein Stückchen voraus war. 'Wer für wen?' empfiehlt sich
fürs Repertoire." (Opernwelt IX/96)
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1995
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D. Fischietti - C. Goldoni
Der Herr Doktor (Il signor dottore - 1758)
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Fischietti, der "celebre Napolitano" wirkte
mehrere Jahre in Dresden, später in Prag und Salzburg, wo
er mit den Mozarts bekannt wurde. Er interessiert durch Feinheit
der Durcharbeitung und sinnvollen Witz. Die Oper "Der Herr
Doktor" auf ein Originallibretto Goldonis zeigt, wie wahr
diese Beurteilung ist. Pressestimmen: "Erfrischend und getragen
von spürbarer Laune: das Spiel auf der Bühne. Ein kräftiger
Schuß Commedia dell'Arte weht in die diesjährige Kammeroper
herein. Prächtige Figuren und kraftvolle Typen begeg- nen
in Horst Vladars von guter Personenführung gekennzeichneten
Regie. - Fischiettis Streichersatz ist delikat, die Behandlung
der Bläser oftmals gewitzt und fast schon kühn."
(Neuburger Rundschau, 24.7.95)
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1994
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A. E. M. Grétry - Th. d'Hèle
Das Urteil des Midas (Le Jugement de Midas - 1778)
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Grétry beeinflußte mit seinen eine außerordentliche
Vielgestalt von Stoffen verwendenden Opern entscheidend das
musikalische Theater in Frankreich. Trotz der guten Musik
und der wirkungsvollen Stories ist von ihm nur gelegentlich
etwas auf den Bühnen zu sehen. Pressestimmen: "Ein Stoff so
recht für ein sommerleicht beflügeltes Musiktheater, das Regisseur
Horst Vladar unschwer in die richtigen Schwingungen versetzt.
Hochinteressant, daß einem bei diesem ausgelassenen Spiel
der Zeitgeist ausgerechnet der Französischen Revolution begegnet!"
(Augsburger Allgemeine, 25.7.94)
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1993
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Fr. Seydelmann - C. Mazzolà
Der Türke in Italien (Il turco in Italia - 1788)
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Die Opern des Dresdener Hofkapellmeister
Seydelmann zeigen Melodienreichtum, durchkomponierte Teile
und farbige Orchestrierung. Pressestimmen: "Die Partitur dieses
Mozart-Zeitgenossen, reich an Melodien und farbig instrumentiert,
fesselt durch abwechslungsreiche Charakterisierungskunst,
die den Bogen in den Arien vom Galant-Elegischen zum Paro-
distischen spannt, in den Ensembles vom virtuosen Lachduett
zum volkstümlichen Vaudeville."(Opernwelt X/93)
"Unter Vladars herzerfrischendem Zugriff konnte der 'Türke
in Italien' nur gewinnen!" (Augsburger AZ,19.7.93)
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1992
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F. G. B. Morlacchi - G. Petrosellini
Der Barbier von Sevilla (Il barbiere di Seviglia - 1816)
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Morlacchi wurde auf Grund seiner Erfolge
als Opernkomponist als Siebenundzwanzigjähriger als Kapellmeister
der italienischen Oper in Dresden angestellt und war dort
einige Zeit auch Vorgesetzter C. M. von Webers. Pressestimmen:
"Eine vergnügliche Wiederentdeckung eines Meisterwerks, das
man den Dramaturgen ans Herz legen möchte. Ich persönlich
würde diesen 'Barbier' über den von Paisiello stellen." (Opernwelt
IX/92)
"Mediter- ranes Feuer und wohlgesetzte Grazie sind selten
glücklich gepaart."
(Augsburger Allgemeine, 20. 7. 92)
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1991
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N. B. Logroscino - D. Canica -
(Übers. ins Bayerische v. A. und H. Vladar)
Da Bürgamoasta (Il governatore - 1747)
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Logroscino genoß einen bedeutenden, über
Neapel hinausgehenden Ruf. Gerber (1790) nennt ihn sogar den
Schöpfer der opera buffa. Wenn dies auch übertrieben ist -
seine Bedeutung für diese Gattung ist unbestritten. Pressestimmen:
"Ein regelrechter editorischer Krimi, dessen Knoten von den
Vladars dahingehend durchgeschla- gen wurde, daß sie den Stellenwert
des Neapolitanischen im italienischen Sprachraum mit dem des
Bajuwarischen im deutschen als vergleichbar erkannten - und
heraus kam eben jene originelle Oper im bayerischen Dialekt,
der nicht nur Logroscinos vielgerühmte melodische Erfindungsgabe
und seine auf den Punkt zielende musikalische Umsetzung der
dramatischen Situation aufs schönste bestätigt." (Opernwelt
X/91)
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1990
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M. A. Portugal - G. Bertati
Die Geschichte von der launischen Prinzessin
(La donna di genio volubile - 1791)
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Abgesehen von den Komponisten der Renaissance
gilt M. A. Portugal als der bedeutendste Komponist Portugals.
Pressestimmen: "Portugals Musik, das animierte Spiel eines
prächtig aufgelegten Ensembles hatten alle verzau- bert."
(Augsburger AZ, 23.7.90) "Die launische Prinzessin feierte
in Vladars amüsanter Inszenierung voll spritzig zupackendem
Spielwitz ihre fröhliche Wiederauferstehung. Vielleicht gelang
gar, so möchte man fragen, die Rück- gewinnung eines spielbaren
Werkes." (Opernwelt IX/90)
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