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Satirische Oper in zwei Akten
von Angelo Anelli (1761 - 1820)
Musik von Niccolò Antonio Zingarelli (1752 - 1837)
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| Darsteller und Mitwirkende:
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Musikalische Leitung:
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Alois Rottenaicher
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Inszenierung:
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Horst Vladar
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Bühnenbild:
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Ulrich Hüstebeck
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Lorenzo, wichtig tuender, noch nicht ganz
seniler Bürgermeister von Modena
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John Sweeney
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Rossana, dessen romantische, dem Goffredo
daueranverlobte Tochter
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Antonietta Jana
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Marietta, deren nicht auf den Mund gefallene
Zofe aus Modena
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Ursula T. Maxhofer
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Graf Boccagrossa, hochwohlgeborener, pathetischer, unerhörter
Verehrer Rossanas
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Michael Hoffmann
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Tancredi, Held und Idol der kampf- und liebes bereiten
Jugend von Modena, Retter des Eimers
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Matthias Heubusch
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Dr. Dr. Finto, Doktor aller Disziplinen, Anführer
der Delegation Bolognas
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Horst Vladar
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Costanza, bereitwillige Kriegsbeute aus Bologna, Dr. Fintos eigenwillige Tochter
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Ulrike Johanna Jöris
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Goffredo, ewig junger, Frieden
und Ruhe suchender Held aus Bologna, der Rossana verlobt
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Elmar Goebel
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Volk und Krieger von Modena, Gesandte von
Bologna
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Chor der Neuburger Kammeroper
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Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München
e. V.
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Kurzinhalt:
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Bei einer der vielen Streitereien zwischen den Städten
Bologna und Modena nehmen die siegenden Modeneser außer
hübschen Mädchen auch einen alten Holzeimer als Trophäe
mit. Mit den Bologneser Doktoren, die in Modena erscheinen, um
Bedingungen für einen Frieden auszuhandeln, wird man sich
wegen der Mädchen bald einig.
Der Holzeimer aber bleibt noch
lange Auslöser für weitere Auseinandersetzungen.
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| Zum Stück: |
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A. Tassoni verwendete für sein spöttisches Heldenepos „La
secchia rapita“ (1612) eine wahre geschichtliche Begebenheit:
In der blutigen Schlacht von Zappolino (1325) drangen die siegreichen
Modeneser in Bologna ein. Als Siegeszeichen nahmen sie von einem
Brunnen einen Holzeimer mit, der im Stadtturm „Torre Ghirlandina“ aufgehängt
wurde und dort heute noch zu sehen ist. Um ihn kam es wiederholt
zu Streitereien. Zuletzt wurde er sogar noch 1947 und noch einmal
1985 (wenn auch eher in scherzhafter Absicht) entwendet! Um welche
Nichtigkeiten kann man sich nicht streiten?!
A. Salieri verwendete diesen Stoff 1773 für eine Oper,
der wenig Erfolg beschieden war. Zwanzig Jahre später schuf
Angelo Anelli, den wir vor allem wegen seiner satirischen Ader
schätzen, für Zingarelli das Libretto zum zeitlosen „geraubten
Eimer“. Es wurde u. a. noch im selben Jahr von Fr. Bianchi (Venedig)
und 1823 von F. Celli (Florenz) vertont.
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Zum Komponisten:
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Niccolò Antonio Zingarelli wurde 1752 in Neapel geboren.
Dort debütierte er auch nach Musikstudien (u. a. bei D. Cimarosa)
1772 als Opernkomponist. In dieser Eigenschaft arbeitete er dann
in Mailand, Venedig, Mantua, Turin, Rom, Paris und wieder Neapel.
Schon früh widmete er sich auch der Kirchenmusik und war
Domkapellmeister in Torre Annunziata, Mailand, Loreto und ab 1805
an der Peterskirche in Rom. Von diesem Posten trat er 1816 aus
Protest gegen Napoleon, der sich auch in das liturgische Leben
einmischte, zurück. Als begehrter Lehrer unterrichtete er
u. a. V. Bellini und S. Mercadante und war Mitglied vieler kultureller
Einrichtungen. Er gilt als einer der letzten Vertreter der neapolitanischen
Schule mit profunden musikalischen Kenntnissen. 1837 ist er in
Torre del Greco gestorben.
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Zum Librettisten:
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Angelo Anelli, der einmal ein „antiromantischer“ Librettist genannt
wurde, erblickte 1761 in Desenzano das Licht der Welt. Nach einem
Literaturstudium belegte er in Padua auch Jura und betätigte
sich politisch und als Historiker. 1808 wurde er Professor für
Eloquenz in Mailand. In der Zeit von 1793 bis 1817 war er bei
der Mailänder Scala als Theaterdichter angestellt, war dort
aber auch organisatorisch tätig, sowie Zeit-Glossist. Er schrieb
Libretti u. a. für Cimarosa, Guglielmi. Zingarelli, Mayr, Martin
y Soler, Dussek, Portugal, Piccini, Pavesi und Rossini. Bei
der Neuburger Kammeroper kamen schon mehrere zur Aufführung.
Gestorben ist er 1820 in Pavia.
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