Neuburger Kammeroper e.V. Spielszene
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Strandgut

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Komische Oper von J. Weigl


Darsteller und Mitwirkende:
   
 

Musikalische Leitung:

 

Alois Rottenaicher

Inszenierung:

 

Horst Vladar

Bühnenbild:

 

Ulrich Hüstebeck

Korrepetition:

 

Katrin Klemm


Kapitän Libeccio

 

Horst Vladar

Alessandro, sein Sohn

 

Matthias Heubusch

Lucilla, als Matrose Pietro

 

Veronika Benning

Claretta, eine Opernsängerin

 

Antonietta Jana

Merlino, ihr Begleiter

 

Peter Adrian E. Krahl

Dacapone, Kapellmeister

 

John Sweeney

Pasquale, Libeccios Diener

 

Michael Hoffmann

Graf Quaglia

 

Elmar Goebel

 

Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München e. V.

 

Kurzinhalt:

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Im Haus des Kapitäns Libeccio geht es in seiner Abwesenheit lustig zu. Sein Sohn Alessandro ist auf die Reize der Sängerin Claretta und die Ränke ihres angeblichen Bruders Merlino herein gefallen.

Libeccio legt nach einer erfolgreichen Reise im heimatlichen Hafen auf Korsika an. Außer dem aus Seenot geretteten Kapellmeister Dacapone bringt er auch einen tüchtigen jungen Seemann namens Pietro mit. Doch hinter Pietro verbirgt sich Lucilla, die verlassene Geliebte Alessandros aus Neapel, die ihn zurückerobern möchte.

Bis ihr das letztendlich gelingt, gibt es Missverständnisse und Turbulenzen in Hülle und Fülle, zu denen auch der etwas naive Diener Pasquale und der kauzige Graf Quaglia nicht wenig beitragen. Trotz allem kommt es zur Doppelhochzeit, deren Höhepunkt die Uraufführung einer Hochzeitskantate des Dacapone unter Leitung des Komponisten ist.

 
Zum Werk:
   
 

Mit dieser Oper hat Weigl eine Buffooper alten Stils par excellence geschaffen. Das Libretto, tief in dieser Tradition verwurzelt, ist überreich an Situationskomik, Parodie, Verkleidung und Verstellung. – Virtuose Orchesterbehandlung, originelle Instrumentation und reichliche Anwendung von Fiorituren kennzeichnen Weigls Stil jener Jahre.

Insgesamt gelingt ihm eine glückliche Synthese aus lokaler Wiener Orchestertradition und den Konventionen des italienischen Gesangs.

Nach ihrer Uraufführung am 15. Okt. 1797 im Wiener Burgtheater hielt sich Weigls erfolgreichste komische Oper bis 1805 im Spielplan, wurde 1809 am Kärntertortheater neu inszeniert und 1821 wieder aufgenommen.

In Wien erschien die Oper zuletzt 1833. Ihrer Inszenierung an der Scala Mailand von 1803 ist Weigls Durchbruch in Italien zu verdanken. Sie wurde danach u. a. 1805 in Bologna, 1810 in Florenz und 1819 in Neapel gespielt.

In Deutschland brachte man sie bereits 1798 in Dresden und in Deutsch 1800 in Berlin und Mannheim, 1803 in München und 1814 in Prag. 1828 war sie in Englisch in London zu sehen.

 

Zum Komponisten:

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Joseph Weigl wurde 1766 in Eisenstadt geboren. Sein Taufpate war kein geringerer als Joseph Haydn, in dessen Kapelle Vater Weigl Violoncellist war. Die Familie zog 1769 nach Wien. Dort verkehrten bei ihr u. a. die Komponisten Albrechtsberger, Dittersdorf, Haydn, Mozart, Salieri und Umlauff. Josephs Begabung trat früh hervor. Salieri gab ihm Kompositionsunterricht und führte den 19-jährigen in den Theaterbetrieb ein.

So durfte er bei den Wiener Erstaufführungen von "Figaro" und "Don Giovanni" die Sänger einstudieren und Mozart nachdirigieren. Zunächst komponierte er Ballettmusiken, bald aber auch Opern. Mit "L'amor marinaro" (1797) stellte sich der erste Auslandserfolg ein, dem noch etliche (darunter auch deutsche) Opern folgen sollten. Seine bekannteste war wohl "Die Schweizerfamilie" (1809).

Drei Jahrzehnte war er verdienstvoller Kapellmeister am Wiener Hoftheater, bis er sich 1820 - am Höhepunkt seines Ruhmes - aus dem Theaterleben zurückzog. 1827 wurde er Vizehofkapellmeister in der Hofburgkapelle und komponierte danach nur noch Kirchenmusik. Er starb am 10. Februar 1846.

   


 

 
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