Neuburger Kammeroper e.V. Spielszene
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Die wehrhafte Dame

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Der ausführliche Inhalt:

indexzusammengefasste Handlung, Informationen über Autor und Komponist
   
 

I. Akt:

Dorfplatz:
Die Soldaten eines Garnisonstädtchens müssen ins Lager zum Manöver. Ihr Sergeant versucht nochmals sein Glück bei Lauretta, die sich aber in ihren Arbeitgeber, den Hauptmann, verliebt hat. Der neugierige Wirt Prosdocimo dal Vaso versucht das Gespräch zu belauschen, wird entdeckt und von den Soldaten mit seinem Spitznamen Schnüffelnaso gehänselt. Von ihm erfährt Lauretta, daß die Gräfin von Altariva, die bei ihm logiere, mit dem Hauptmann verlobt sei. Sie reagiert eifersüchtig.

Kleiner Saal im Gasthaus:
Die Gräfin freut sich mit ihrer Kammerfrau Dorina auf die Verbindung mit dem Hauptmann. Schnüffelnaso bekommt beim Spionieren die Tür auf die Nase und wird zur Rede gestellt. Er erzählt den beiden von der Existenz Laurettas im Haushalt des Hauptmanns. Die Gräfin ist wütend. Schnüffelnaso versucht sich bei Dorina beliebt zu machen. - Als der Hauptmann zur Gräfin will, weist sie ihn zurück und verlangt, daß er Lauretta entlasse.

Garten des Gasthauses:
Der Hauptmann ist in der Klemme: Er hatte Laurettas Mutter versprochen, die Tochter als Haushälterin bei sich zu behalten. Der Sergeant sagt ihm, er müsse sich nicht beklagen, denn schließlich habe er ihm Lauretta ausgespannt. Der Hauptmann glaubt, die Lösung gefunden zu haben,wenn er den beiden zur Ehe verhelfe. Das belauscht Lauretta. Sie ist empört und erklärt, sie wolle den Sergeanten nicht. Der Hauptmann bietet ihr nun die Stelle der Marketenderin an. Da könne sie im Feldlager in seiner Nähe bleiben. Lauretta ist einverstanden und geht einkaufen. - Der Hauptmann berichtet nun der Gräfin, daß Lauretta seinen Haushalt verlassen werde. Versöhnt nehmen beide Abschied - er, um ins Manöver zu ziehen und sie, um nochmals auf ihren Gütern nach dem Rechten zu sehen. Da kommen Schnüffelnaso und Dorina und erzählen, daß Lauretta fleißig als Marketenderin einkaufe. Zur Rede gestellt, versucht sich der Hauptmann zu rechtfertigen, was ihm nicht so recht gelingt.

Hof mit Gitter:
Die Soldaten sind zum Abmarsch bereit und treffen die letzten Vorkehrungen. Eifersüchtig und wütend beobachten sich die Gräfin, Lauretta und der Sergeant. Dem schauen der Hauptmann, Dorina und Schnüffelnaso besorgt zu. Die Regimentskapelle begleitet die Soldaten auf ihrem Abzug ins Lager.

   
 

I. Akt:

Durchgangszimmer im Gasthaus:
Dorina verrät Schnüffelnaso, daß die Gräfin als Bauer verkleidet ins Lager gegangen sei und sich mit ihr im benachbarten Dorf treffen werde. Sie droht ihm aber, es sei mit ihrer Freundschaft aus, wenn er darüber plaudere. Schnüffelnaso wird Dorina zu ihrem Schutz begleiten.

Vor dem Marketenderzelt im Lager:
Die Soldaten plaudern mit den Landleuten und amüsieren sich. Der Sergeant versucht gegen seinen Liebeskummer anzutrinken. Ein junger Bauer - die Gräfin - erweckt sein Interesse, aber auch das der Marketenderin. Bei einem Rundgesang flirtet er ungeniert mit ihr. Sie weist ihn freundlich aber bestimmt zurück. Der Sergeant sagt, wenn er nicht mindestens Hauptmann sei, habe er keine Chancen und versucht den jungen Bauern anzuwerben. Der ist einverstanden - unter der Bedingung, daß er gleich in der ersten Nacht vor dem Zelt des Hauptmanns Wache schieben dürfe. Der vom Wein benebelte Sergeant ist einverstanden und feiert mit den anderen Zechern seinen Erfolg. Lauretta zürnt ihm.

Nachts vor dem Zelt des Hauptmanns:
Die Gräfin wartet als Wachsoldat auf das Kommen Laurettas, die auch wirklich erscheint, um den Hauptmann von ihrer Liebe zu überzeugen. Dieser versucht sie zu beruhigen, denn sie wäre ja im Lager doch in seiner Nähe. Die Gräfin stürzt sich voller Empörung auf den Hauptmann und kann erst - ohne daß man sie erkennt - von den zu Hilfe gerufenen Soldaten überwältigt und abgeführt werden. - Schnüffelnaso erkundet mit Dorina die Lage. Sie werden vom Hauptmann überrascht und erzählen, daß die Gräfin, als junger Bauer verkleidet, im Lager sei. An der Erregung des Hauptmanns und seinem Bekenntnis muß Lauretta erkennen, wem seine Liebe gehört. Der dazu kommende Sergeant findet sie nachdenklich.

Ein Verschlag als Gefängnis:
Die Gräfin harrt relativ ruhig der kommenden Dinge. Dem neugierigen Schnüffelnaso gelingt es, zum Gefangenen vorzudringen. Im Dunkel des Gefängnisses erkennt er die Gräfin nicht. Von ihrem schlechten Gewissen getrieben, erscheint auch Lauretta. Sie überredet den Wirt mit dem jungen Soldaten, der ihr leid tut, den Platz zu tauschen. - Schnüffelnaso wird sehr kleinlaut, als er hört, daß der Attentäter zum Tode verurteilt sei.

Gebüsch bei den Zelten:
Lauretta und die Gräfin werden in der Nähe des Lagers vom Sergeanten überrascht, gefangen genommen und dem Hauptmann vorgeführt. Der staunt nicht schlecht, als Dorina erscheint und ihm eine Order vom Oberst der Truppe überreicht. Sie hatte diesem - er ist der Onkel der Gräfin - auf der Suche nach Rettung alles gestanden. Der Hauptmann erkennt nun die Zusammenhänge. Der Oberst gab die Order, die Gräfin frei zu lassen und zu heiraten. Doch noch zeigt sich diese verletzt und geht. Er bittet den Sergeanten und Lauretta, sich bei ihr für ihn einzusetzen. Die beiden haben ihre Fehler erkannt und finden nun zusammen.

Das illuminierte Lager (Vor dem Marketenderzelt):
Die Gräfin hat sich mit dem Hauptmann ausgesöhnt. Die Regimentskapelle spielt zur Verlobungsfeier. Alles ist zufrieden. Da verzeiht man auch dem herbeigeschleppten Schnüffelnaso - ja, es gelingt ihm sogar die Hand Dorinas zu erhalten. Mit einem launigen Rundgesang feiert man die Paare, denn es geschah ALLES AUS LIEBE.

   
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